Fernweh Skandinavien, Teil 6: Ugnstrull – Ofentrolle

Wenn die kalte Jahreszeit kommt, macht man es sich abends gerne zu Hause gemütlich. Da bieten sich diese leckeren Ofentrolle als Begleiter perfekt an. Ugnstrull ist ein gotländisches Brot aus Roggenmehl, dass normalerweise zu einem großen Laib geformt wird. Aber auch in Form kleiner Brötchen schmeckt es gut und lässt sich so auch besser mitnehmen, z.B. zu einem Picknick. Die Trolle werden traditionell mit Speck, Zwiebeln und Pfeffer gefüllt. Durch diese Füllung bleiben sie auch noch ein paar Tage schön saftig. Ich habe aber auch probiert ein paar mit selbstgemachtem Krautsalat zu füllen, was auch sehr lecker war.

Das Rezept habe ich aus dem Buch „Natürlich Schwedisch“ von Carina Brydling. Ich habe nur ein paar kleine Veränderungen vorgenommen. Das Buch hat mir eine liebe Freundin netterweise geliehen und ich war sofort begeistert. Die Rezepte sind nach der jeweiligen Saison sortiert, so dass man für jede Jahreszeit viele schöne Rezepte hat. Neben den Rezepten enthält es auch viele schöne Bilder von dem Essen und von Schweden. Das Buch lädt also direkt dazu ein, sich nach Schweden zu täumen. Also kommt schnell mit. 🙂

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Zutaten (für 20 Ofentrolle):

  • 50 g frische Hefe
  • 400 ml Milch
  • 400 ml lauwarmes Wasser
  • 4 EL Honig
  • 500 g Roggenmehl T1150
  • 600 g Weizenmehl T1050
  • 40 g flüssiges Gerstenmalzextrakt (z.B. aus dem Reformhaus o Bio-Markt)
  • 10 g Salz
  • 600 g Räucherspeck
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • ca. 1/2 –  1 TL gemahlenen Piment (ansonsten Pfeffer)

Nützliche Küchenutensilien:

Küchenmaschine oder Handrührgerät mit Knethaken, zwei Backbleche

Zubereitung:

Milch, Wasser und Honig in einen kleinen Topf geben und erwärmen bis die Mischung lauwarm und der Honig aufgelöst ist. Von der Platte nehmen, die Hefe reinbröseln und rühren bis sie sich aufgelöst hat.

In eine Rührschüssel Mehl, Salz, Gerstenmalzextrakt und die Milch-Hefe-Mischung dazugießen (Wenn ihr kein Gerstenmalzextrakt dahabt oder kein entsprechendes Geschäft in der Nähe habt, geht es auch mal ohne). Alles ca. 5 Minuten auf kleiner Stufe zu einem glatten Teig kneten. Mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort 45 Minuten ruhen lassen.

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Der Teig sollte sich deutlich vergrößert haben.

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Während der Teig ruht, kann man sich in Ruhe um die Füllung kümmern. Die Zwiebel schälen und klein würfeln. Den Speck ebenfalls würfeln. Die Größe der Würfel ist Geschmackssache. Ich habe ca. 0,5-1 cm große Würfel gemacht. Man kann die Würfel aber noch feiner machen. Oder schon fertig gewürfelten Speck kaufen. 😉

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Die Zwiebeln mit dem Speck in einer heißen Pfanne anbraten. MIt dem Piment abschmecken. Wenn ihr stattdessen Pfeffer nehmt, müsst ihr mit der Menge aufpassen, damit ihr es nicht zu stark pfeffert.

Wenn der Teig genug geruht hat, wird er in 20 gleiche Stücke geteilt. Ich teile ihn erstmal in zwei Teile und mache zwei Rollen, die ich dann jeweils in 10 Stücke teilen.

Die Teiglinge auf einer bemehlten Arbeitsplatte mit den Händen platt drücken. In die Mitte ungefähr 1 1/2 EL von der Füllung geben.

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Dann den Teig um die Füllung schlagen und zusamme drücken. Mit dem Schluss nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. So mit allen Teiglingen verfahren. Ca. 10 Brötchen pro Blech.

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Die Brötchen nochmal ca. 20 Minuten gehen lassen.

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Während die Brötchen gehen den Backofen auf 220 °C vorheizen.

Die Brötchen im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten goldbraun ausbacken.

Wer nicht lange warten will, kan die Brötchen schon lauwarm genießen. Sie schmecken auch sehr gut mit Kräuterquark.

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Genug der Worte und ab in die Küche! 🙂

Eure Nora

 

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